26 Juni 2006
Was einmal kommen musste, ist jetzt geschehen – mein Handy ging zu Boden und jetzt ist es einfach tot. Es war zwar ein Teppichboden, aber das war offenbar zu viel – es lässt sich nicht mehr starten. Also ging ich beim sog. Service Point vorbei. Da wurde ich fast ausgelacht – was ich mir denn vorstelle, ein 3-jähriges Handy noch reparieren zu lassen, das könne ich vergessen. Schon nur ein Kostenvoranschlag würde 95 Franken kosten, dafür würde ich sicher viel billiger ein neues bekommen (mit erneuertem Vertrag natürlich, das wurde aber nicht gesagt). So tippte man meine Handy-Nummer in den Computer und der spuckte meine “Bonus-Klasse” aus. Dann konsultierte man eine Liste mit Angeboten. Tatsächlich, schon für 69 Franken würde ich ein nagelneues Handy bekommen – sozusagen der Nach-Nach-Nach-Nachfolgetyp meines bisherigen – mit neuem Vertrag auf 24 Monate. Schön und gut – das ging mir jetzt zu schnell. Will ich jetzt genau dieses vorgeschlagene Handy wirklich? Oder vielleicht, wenn schon, doch nicht ein anderes? Ich muss mir das echt noch etwas überlegen. Aber schon verrückt – offenbar wird nur noch verkauft. Die Bezeichnung “Service Point” ist also ziemlich euphemistisch, das müsste ehrlicherweise einfach “Selling Point” heissen – “Service” ist da wohl endültig baden gegangen.


zu “Handy kaputt”