12 Juni 2006
Ich bin zwar nicht Bauer und habe auch keine Kuh und kein Pferd im Stall – einen Stall habe ich auch keinen. Aber ich schreibe trotzdem mal was über die Heuernte. Bei der kleinen Wanderung heute ist mir aufgefallen, dass die Heuernte voll im Gange ist und viele Felder nicht mehr das dunkle Grün aufweisen, sondern eher bräunlich geworden sind, weil das Gras eben gemäht, getrocknet und weggeführt wurde. Bei dem schönen Wetter und der Bisenlage trocknet das abgeschnittene Gras sicher besonders schnell und kann dann auf dem Heustock gut gelagert werden. Ich finde es eigentlich interessant (das Heuen ist sicher uralt), dass sowas heute noch praktiziert wird. Heute werden dafür zwar Traktoren und geeignete Maschinen eingesetzt, damit eine Person alles erledigen kann. Früher wurden dafür Pferde und wohl auch Kühe gebraucht und viele Leute, die mithalfen. Oder die Heuballen mussten von den Leuten selbst getragen werden, besonders da, wo das Gelände steil ist. So eine alte Tradition hat sich also gehalten – trotz Technisierung und Fortschritt. Heu ist ja nichts anders als Gras, das durch die Trocknung eben lagerfähig geworden ist und mit “Bioenergie” – der Sonne und dem Wind eben – zu diesem Produkt geworden ist. Irgendwie tröstlich, dass nicht ganz alles einfach verschwunden ist…


zu “Heuernte”